Kopf der Woche: Mag. Gabriele Tebbich, Horizont3000
Ausgabe: 2008/30, Kopf der Woche, Arbeit, Gabriele Tebbich, Horizont3000
23.07.2008
- Hans Baumgartner
Seit Anfang Juli ist Gabriele Tebbich neue Geschäftsführerin von Horizont3000. Nach Jahren in der globalen Wirtschaft wollte sie etwas tun, was nachhaltig Sinn macht.
„Wenn man beruflich und privat viel herumkommt und dabei die Augen offen hat, sieht man, wie die Globalisierung immer mehr auch die entlegenen Winkeln der Welt erreicht. Gleichzeitig kann man auch feststellen, dass dadurch das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich nicht kleiner wird“, fasst Gariele Tebbich ihre Erfahrungen zusammen. Für sie persönlich ergab sich daraus der Anstoß, beruflich etwas Neues zu machen.
Innerer Sinn. Gabriele Tebbich (44) stammt aus Wels, hat dort maturiert und ging dann zum Wirtschaftsstudium nach Wien. 17 Jahre hat sie anschließend im Umfeld internationaler Finanz- und Telekommunikationsmärkte gearbeitet. „Eine durchaus spannende und herausfordernde Tätigkeit, bei der man auch gut verdienen konnte. Und eine Arbeit, bei der ich viel lernen durfte“, meint Tebbich. Sie war in über 50 Ländern tätig, im ehemaligen Ostblock ebenso wie in Nordafrika und den USA. „Dabei fand ich sehr spannend, wie Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen Probleme anders anpacken. Das hat mich viel offener für Neues gemacht“, erzählt Tebbich. International und multikulturell, das sollte auch ihr neues Arbeitsfeld werden, „sonst aber wollte ich etwas tun, das mehr inneren Sinn macht und nicht nur den finanziellen Ertrag im Blick hat“. Bei Horizont3000 (vormals Österr. Entwicklungsdienst) hofft Tebbich das zu finden: Entwicklungszusammenarbeit mit nachhaltiger, langfristiger Perspektive, in Partnerschaft entwickelt und auf der Grundlage christlicher Werte.
„Ich schätze es sehr, dass bei Horizont3000 die Personaleinsätze weiter so wichtig sind. Denn Werte wie Solidarität, Partnerschaft oder Menschlichkeit lassen sich nicht mit einem Scheck allein vermitteln.“