„Jeden Samstagmorgen besucht Norbert Charamba, ein junger Jesuit, der in der Schule der simbabwischen Stadt Mbare unterrichtet, Kinder, deren Eltern an Aids gestorben sind“, berichtet der deutsche Jesuitenpater Oskar Wermter. „Jetzt kümmern sich die Großmütter um diese Kinder. Die Alten brauchen Rat und Unterstützung im Umgang mit oft rebellischen Jungen und Mädchen, die durchaus nicht immer ihre Pflegeeltern akzeptieren“, so Pater Wermter, der seit vielen Jahren in Simbabwe lebt. Weltweit gibt es etwa 15 Millionen Kinder, die ihre Eltern durch Aids verloren haben. 12,1 Millionen Kinder davon leben in Afrika südlich der Sahara. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind global rund 33 Millionen Menschen von HIV/Aids betroffen, darunter 2,1 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Mehr als 90 Prozent der HIV-In-fizierten leben in Entwicklungsländern. Am stärksten betroffen sind die Länder südlich der Sahara (22,5 Millionen Menschen). In Österreich leben laut Angaben der Aids-Hilfen Österreichs 12.000 bis 15.000 Menschen mit dem tödlichen Immunschwächevirus. Österreichweit sind 2008 ca. 497 diagnostizierte HIV-Neuinfektionen zu erwarten.