Ausgabe: 2008/48, bewusst leben, räuchern, Gertrude Messner, Für Leib und Seele, Kräuterbäuerin, Räucherkegel, Räuchern
26.11.2008
- Gertrude Messner, Kräuterbäuerin
Seit Jahrhunderten gibt es bei uns die Tradition des Räucherns. Gerade in der Weihnachtszeit werden bis heute Bauernhöfe und Ställe „geräuchert“, um Krankheiten fernzuhalten und Menschen, Tiere und Pflanzen gedeihen zu lassen. Diese Tradition ist keinesfalls bloß ein Aberglaube – es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass dasRäuchern die Luft reinigt und Bakterien abtötet.
Räucherkegel. Zum Räuchern braucht man zuerst einmal einen Räucherkegel. Dazu mahlt oder hackt man die gewünschten Kräuter bzw. reibt Harze fein und gießt in Wasser angerührten Tapetenkleister darüber. Die zähe Masse formt man zu Kegeln und lässt sie auf Backpapier trocknen – diesen Räucherkegel kann man dann anzünden und so für Wohlgeruch und saubere Luft sorgen.
Kräuter zum Räuchern. Für das Räuchern eignen sich zahlreiche Kräuter. Besondersempfehlenswert sind Wacholder- und Tannenzweige, Eberraute, Salbei, Rose und Lavendel, doch im Prinzip kann man die Kräuter ganz nach dem eigenen Geschmack auswählen. Ein gesunder Zusatz zum Räucherkegel sind Flechten, die man auch im Winter an vielen Bäumen findet. Flechtenbesitzen eine besondere Heilkraft für die Lunge und können so gerade in der kalten Jahreszeit bei Atemwegserkrankungen gute Dienste leisten.