Meeresfische findet man im Supermarkt – oft sind es gefährdete Tierarten oder Fische aus überdüngten Aquafarmen. Eine Alternative ist Fisch aus heimischer Produktion.
7,2 Kilogramm Fisch essen Österreicher/innen im Jahr. Fisch ist gesund, doch bei manchen Meldungen vergeht einem der Appetit: Bestände werden überfischt, also mehr Fische gefangen als nachwachsen. Zu stark beansprucht sind Fischarten wie Kabeljau, Dorsch, Scholle oder Seezunge. Durch Fangmethoden, bei denen der Meeresboden faktisch durchpflügt wird, wird das ganze Leben in diesem Gebiet gestört. Der Beifang – Fische, die mitgefischt und nicht vermarktet werden – wird meist tot ins Meer zurückgeworfen.
Gutes Gewissen. Fischereien, die sich zu einer umweltverträglichen und nachhaltigen Fischerei verpflichtet haben, erhalten das „MSC-Siegel“. Wer Produkte mit dem blauen Logo kauft, kann ruhigen Gewissens genießen.
Regional einkaufen. Fische wachsen natürlich auch in heimischen Gewässern. Im Supermarkt gibt es die aber nicht zu kaufen. „Wer Fisch aus der Region kaufen will, schaut am besten, wo Teiche in der Nähe sind, und kann dort nachfragen“, lautet die Empfehlung von Ing. Martin Mayringer, der in der Oö. Landwirtschaftskammer für Fischproduktion zuständig ist. Fündig wird man außerdem bei Bauernmärkten oder Bauernläden, die es in jeder Bezirksstadt gibt. Doch auch bei Süßwasserfisch ist Fisch nicht gleich Fisch. „Vier Euro pro Kilo im Angebot ist nie im Leben österreichischer Fisch“, meint Mayringer: „Das ist alles Aquakultur.“ Und wer grundsätzlich dafür ist, dass Tiere artgerecht gehalten werden, sollte auch bei Fischen daran denken.
- Wo es heimischen Fisch in der Nähe zu kaufen gibt, erfährt man in der Landwirtschaftskammer, Referat Direktvermarktung, Tel. 050/69 02-12 60. Tipps zum Fischeinkauf im Internet: www.marktcheck.greenpeace.at/fisch oder www.wwf.de/fisch