Ausgabe: 2008/50, Vernetzen, Kopf der Woche, Dr. Michael Max, Priester, Europäischer Priesterrat, Geschäftsübergabe, lebendige Gemeinde, Pfarrverbände
10.12.2008
- Hans Baumgartner
Ende September wurde der Neumarkter Pfarrer Michael Max zum Vorsitzenden des Europäischen Priesterrates gewält. Vergangene Woche war Geschäftsübergabe.
Ende September fuhr Michael Max (38) erstmals als Vertreter Österreichs zu einer Vollversammlung des Europäischen Priesterrates. Als neu gewählter Vorsitzender kam er aus Basel zurück. Dass er als Neuling das Amt angenommen habe, lag an der guten Gemeinschaft, von der er sich getragen weiß, sagt Max. Als wichtigste Aufgabe nennt er die verstärkte Vernetzung der Priesterräte bis in die Diözesen hinein. Die Kirche in Europa sieht Max als „eine große Baustelle“. Für die einen stehe die Sorge um die Gemeinden bei wachsendem Priestermangel im Vordergrund, für andere gehe es darum, „neues Land“ in der postkommunistischen Gesellschaft zu finden.
Die lebendige Gemeinde in Gmunden, gute Seelsorger, eine „klasse“ Jugendgruppe älterer Ministranten waren für Max prägend, sodass „ich mir schon vor der Matura gut vorstellen konnte, ins Priesterseminar zu gehen.“ Nach einem Jahr Theologiestudium in Salzburg tat er dann den Schritt. Nach seiner Priesterweihe 1996 machte er nach einigen Kooperatorenjahren in Rom ein Fachstudium in Liturgie. Seit 2005 ist er Pfarrer in Neumarkt am Wallersee, seit 2006 im Salzburger und im österreichischen Priesterrat. Seit 2007 ist er zusätzlich Liturgiereferent der Erzdiözese Salzburg. Eine Arbeit, die ihm viel Freude macht, weil man hier sehr oft auf interessierte und bereichernde Menschen stößt, die aus dem aktiven Kern der Pfarren kommen.
Dr. Michael Max: „Wenn wir Priester bei uns zusammensitzen, dann geht es gleich einmal um Pfarrverbände, Überalterung und Priestermangel. In anderen Ländern ist das kein großes Thema. Dafür haben die andere Probleme. Aufeinander hinzuhören und gemeinsame Themen zu finden, ist eine spannende Sache.“