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Aktiv gegen Grippeviren

Sie sind wieder im Anmarsch, die Schnupfen- und Grippeviren. Wer jetzt das eigene Immunsystem stärkt und auf Hygiene achtet, kann aber die Krankheitserreger ganz gut in Schach halten und kommt weitgehend gesund durch den Winter.
Ausgabe: 2016/45, Immunsystem, Grippe
09.11.2016
- Brigitta Hasch
© Picture-Factory - Fotolia
In der kalten Jahreszeit verbreiten sich Viren rascher als bei warmem Wetter. In den nächsten Wochen wird also die Zahl der Grippeerkrankungen wieder ansteigen. Bei Erwachsenen sind ein bis drei Infekte pro Saison, bei Kindern sogar bis zu acht Erkrankungen durchaus üblich. Es gibt eine Reihe von vorbeugenden Maßnahmen gegen Grippe und viele davon kennt man auch. Doch sie sind eben nur wirksam, wenn man sie auch anwendet. Und so sei hier an ein paar einfache Tricks erinnert, die Schutz gegen das lästige Eindringen der Grippeviren bieten.

Immunsystem stärken


Ausgewogene Ernährung ist ein Ganzjahresprogramm, das sich in der Grippezeit besonders bewährt. Dazu sollten jetzt noch ausreichend Vitamine und Mineralstoffe kommen, wie sie in Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten enthalten sind. Optimalerweise besorgt man diese Lebensmittel frisch und aus biologischer Herkunft.
Zur gesunden Ernährung gehört auch genügend Flüssigkeit. Tee wärmt nicht nur von innen, je nach Inhaltsstoffen hilft er auch bei Magenverstimmungen, unterstützt den Kreislauf oder lindert Halsschmerzen.
Auch regelmäßige Bewegung in der freien Natur stärkt das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Denn anders, als es der Wortlaut vermuten lässt, kommt eine Erkältung selten von der Kälte. Im Freien und bei winterlichen Temperaturen lauern nur wenige Viren, die Ansteckungsgefahr ist hier also gering. Wer in der dunklen Jahreszeit bei Sonnenlicht spazieren geht, stärkt den Körper durch die Aufnahme von Tageslicht, es bildet im Körper Vitamin D, welches die Zellen des Immunsystems aktiviert. Klar, dass man sich draußen gegen Nässe und Kälte gut schützt.

Gutes Raumklima


Trockene Raumluft macht auch die Schleimhäute in Rachen und Nase trocken und damit anfällig für Infekte. Die Luftfeuchtigkeit in den Zimmern sollte daher nicht unter 50 Prozent sinken. Alt bewährte Hausmittel sind das Aufhängen von nassen Tüchern oder das Aufstellen von Wasserschälchen. Das hält die Wohnräume angenehm feucht, ohne zusätzlich Energie zu verbrauchen, wie etwa mit elektrischen Luftbefeuchtern. Wer also seine Wäsche im Schlafzimmer zum Trocknen aufhängt, schafft ohne Mehrkosten ein gutes Raumklima für eine angenehme Nachtruhe.
Raumdüfte sind in der kalten Jahreszeit besonders beliebt. Eukalyptus, Zitrusdüfte oder Pfefferminze reduzieren Viren in der Luft. Die persönlichen Vorlieben sind oft unterschiedlich, manche Düfte können die Atemwege auch unangenehm reizen. Die Anwendung von natürlichen ätherischen Ölen ist synthetischen Raumsprays jedenfalls vorzuziehen.

Hände waschen


Viren lauern überall, auf Türgriffen, Treppengeländern, Spielsachen und auf anderen Händen. Mit den Händen greift man aber täglich auch unzählige Male ins Gesicht, reibt sich die Nase oder die Augen, oder fasst an die Lippen. Und schon sind die Viren an den Schleimhäuten, wo sie sich ungeniert und rasch ausbreiten, um eine Schnupfennase zu verursachen. Darum sollte man jetzt – noch häufiger als sonst – die Hände gründlich mit Seife waschen. Das gilt besonders dann, wenn man sich an öffentlichen Plätzen aufhält und häufig mit Menschen in Kontakt ist.
Grundsätzlich ist in Grippezeiten jede Ansammlung von Menschen ein Risiko, mit Erregern in Kontakt zu kommen.

Gute Laune


Optimist/innen neigen weniger zu Krankheiten. Eine Behauptung, die zugleich provokant ist, aber auch nachvollziehbar scheint. In Zusammenhang mit Stress ist sie tatsächlich wissenschaftlich bestätigt. Student/innen mit einer positiven Einstellung zum Studium hatten zu Prüfungszeiten weniger Erkältungen als Pessimist/innen, das ergab eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
Optimismus auf Knopfdruck ist schwierig, man kann der guten Laune aber auch nachhelfen, indem man sich etwas Angenehmes gönnt: etwa ein warmes Aromabad, einen Aufguss in der Sauna oder eine Kneippanwendung. Damit steigt nicht nur das Wohlgefühl, sondern es hilft zudem vorbeugend gegen Grippe.
Ein heißes Bad empfiehlt sich auch bei ersten Anzeichen einer Erkältung, wie Frösteln oder leichtes Kratzen im Hals. Thymian oder Eukalyptus ins Wasser, nicht zu heiß und maximal 20 Minuten, danach sollte man sich warm halten und ausruhen.
In der Sauna schwitzen ist nur etwas für gesunde Menschen. Es härtet den Körper ab, würde aber bei einer Erkältung den Kreislauf zu sehr belasten.
Ebenso verhält es sich bei heiß-kalten Wechselduschen im Sinne von Pfarrer Kneipp. Auch sie mobilisieren Herz und Kreislauf und sind nur anzuwenden, wenn man noch keine Erkältung hat. «
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