Schon seit Jahrtausenden trinken Menschen überall auf der Welt Tee. Kalte Temperaturen und nasse Witterung machen jetzt noch mehr Laune auf eine heiße Tasse. Zu einigen Fragen geben Tee-Experten interessante Antworten.
Ausgabe: 2016/45
09.11.2016
Was haben schwarzer und grüner Tee gemeinsam? Beide Teesorten stammen von der gleichen Pflanze, der Unterschied liegt allein in der Verarbeitung. Um schwarzen Tee zu gewinnen, werden die Blätter unter anderem fermentiert. Bei Grünem Tee wird das verhindert.
Woher stammt Tee ursprünglich? Laut Überlieferungen wurde in China schon vor 5000 Jahren Tee getrunken und als Heilmittel geschätzt. Bereits im Jahr 221 v. Chr. wurde dort eine Teesteuer eingehoben.
Muss Tee immer mit kochendem Wasser aufgegossen werden? Im Prinzip ist kochendes Wasser immer richtig, um das Maximum an Wirkstoffen zu erhalten. Schwarztee braucht mindestens 95 Grad Celsius, Grüner Tee, Weißer Tee oder Oolong Tee werden oft mit geringeren Temperaturen aufgegossen um (je nach Ziehzeit) unterschiedliche Geschmacksstufen zu erreichen.
Ist loser Tee hochwertiger als Beuteltee? Nein! Der Unterschied liegt im verwendeten Blattgrad, dieses ist beim Beuteltee deutlich feiner, was aber auf die Qualität keine Auswirkung hat. Entscheidend sind die Herkunft des Tees sowie die richtige Zubereitung.
Wie gesund ist Tee? Tee enthält, je nach Sorte, eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die positive Effekte auf Körper und Psyche haben: Radikalfänger (Polyphenole) sind wichtig für das Immunsystem und haben eine starke antioxidative Wirkung. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und schützt vor Karies. Ätherische Öle wirken wohltuend auf Körper und Geist. Koffein hat eine anregende Wirkung auf den Körper.
Welcher Tee ist den Österreicherinnen und Österreichern der liebste? Im Gegensatz zu den typischen Teenationen China, Indien, Japan oder England, wo vor allem Grüner und Schwarzer Tee getrunken wird, bevorzugt man hierzulande Kräuter- und Früchtetees. Welche Teesorten enthalten Koffein? Nur „echter“ Tee enthält Koffein, Früchte- und Kräutertees (mit Ausnahme von Mate-Tee) sind koffeinfrei.
Was bedeutet MIF und TIF? Hierbei handelt es sich um die Abkürzungen für „Milk in first“ (MIF) bzw. „Tea in first“. Früher diente „Mif“ zum Schutz von zerbrechlichen Porzellantassen. Auswirkungen auf den Geschmack soll das aber nicht haben. Besonders in England ist dies eine echte Glaubensfrage, die unter Teeliebhaber/innen immer wieder zu Diskussionen führt.
Österreichisches Teeinstitut www.teeverband.at