Vergangene Woche hatte Bundespräsident Heinz Fischer Vertreter/innen aller christlichen Kirchen zu einem Fest geladen. Der Anlass war die Gründung des Ökumenischen Rates in Österreich vor 50 Jahren. Der Bundespräsident würdigte dabei das vorbildhafte gemeinsame Wirken der Kirchen für eine soziale und friedliche Gesellschaft, in der die Menschenrechte verwirklicht werden. Als sich vor 50 Jahren die ersten Kirchen gemeinsam auf den Weg gemacht haben, war das keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Da gab es noch viele Vorurteile, Ängste und Abgrenzungen. Kirchenführer, aber auch viele Menschen an der Basis haben daran gearbeitet, dass ein Klima des Vertrauens gewachsen ist. Nun gilt es, diese Erfahrungen für eine verstärkte interreligiöse Zusammenarbeit im Land nutzbar zu machen.
Hans Baumgartner
Das Drama unter Mugabe geht weiter
Die Cholera-Epidemie in Simbabwe weitet sich stetig aus. Mehr als 16.000 Menschen sind an Cholera erkrankt, 800 sind bereits daran gestorben. Trotz dieser Tatsachen sagt Präsident Mugabe, es gebe jetzt keine Cholera mehr. Eine Äußerung, die sarkastisch gemeint gewesen sei, schwächte ein Sprecher Mugabes nun ab. Was für ein Skandal. Ein Präsident, der das Land heruntergewirtschaftet hat, schert sich keinen Deut darum, wenn die Menschen sterben, wenn sie hungern, kein sauberes Wasser, kaum Strom und Benzin haben. Ein Präsident, dem das Leid und Elend der Menschen, für deren Wohl er zuständig wäre, nicht interessiert, regiert noch immer. Und niemand tut etwas dagegen.