Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Hungernden weltweit nach jüngsten Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO um 40 Millionen auf 963 Millionen Menschen erhöht. Dies sei eine dramatische Konsequenz der seit 2006 stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise, sagte FAO-General-direktor Jacques Diouf bei der Vorstellung des Welthungerberichts in Rom. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise drohe noch mehr Menschen in Hunger und Armut zu treiben. In dem Bericht der UN-Organisation ist von einem ernsten Rückschlag im weltweiten Kampf gegen Hunger die Rede. Für den Rückstand auf dem Weg zu den international vereinbarten Millenniumszielen zur Reduzierung des Hungers machte Diouf auch mangelnden politischen Willen der reichen Staaten verantwortlich. Der FAO zufolge leben 907 Millionen Unterernährte in Entwicklungsländern. In Subsahara-Staaten leide jeder Dritte dauerhaft unter Hunger, insgesamt 236 Millionen im Jahr 2007. Den stärksten Anstieg verzeichnete in den vergangenen Jahren Kongo/Kinshasa. Wegen des anhaltenden militärischen Konflikts habe sich dort der Anteil der Hungernden von 29 auf 76 Prozent erhöht, so der Report.