Skandal Normal? – Ob ungewollt oder als gezielte Provokation: Immer wieder rufen Kunstwerke erregte Debatten hervor. In Linz ist die große Ausstellung der Kunstskandale zu sehen.
Ausgabe: 2016/48
29.11.2016
Mit der Ausstellung „Skandal Normal?“ widmet sich das O.K den Mechanismen öffentlicher Empörung und zeigt dabei eine Chronologie der meistdiskutierten Kunst-Skandale in Österreich. Der Zeitraum der gezeigten Arbeiten erstreckt sich von 1960 bis heute. Darunter sind einige Werke von Künstlern, die im Kontext von Kunst und Kirche für Aufregung sorgten wie etwa Hermann Nitsch oder Martin Kippenberger. Die Arbeiten werden teilweise hinter einem Vorhang, den die Besucher/innen erst beiseiteschieben müssen, präsentiert. Die persönliche Auseinandersetzung ist dem Kurator Lorenz Seidler wichtig, auch die Frage, welche Rolle der Voyeurismus des Publikums bei der Bildung von Skandalen spielt. Seidler alias „eSel“ ist in Linz geboren, lebt und arbeitet als Künstler in Wien. Neben Ausstellungsführungen stehen Expert/innengespräche auf dem Programm, die die juristischen, kommunikationstechnischen und religiösen Aspekte der Thematik beleuchten.