Die Donau – im heutigen Ober- und Niederösterreich – war jahrhundertelang ein Teil der Nordgrenze des Römerreichs. Eine Reihe von Befestigungen und Wachtürmen bildeten den „Limes“, der das Eindringen feindlicher Stämme verhindern sollte. Auf Initiative von Bundesrat Gottfried Kneifel soll die Militärgrenze, von der entlang der Donau heute noch 83 Fundstellen zeugen, zum UNESCO-Weltkulturerbe werden. Österreich wird am 1. Februar 2012 bei der UNESCO den Antrag auf Aufnahme einbringen, teilte Kulturministerin Claudia Schmied mit. Da Teilstücke des Limes in England bereits Weltkulturerbe sind, dürfte das Projekt gute Realisierungschancen haben, so Schmied. Bundesrat Kneifel: „Damit steht dem Vorschlag für ein Europäisches Friedensdenkmal Limes nichts mehr im Wege. Vom ehemaligen Militärobjekt zum Friedensdenkmal Europas, aus der Trennlinie wird eine Brücke. Das bringt auch Impulse für Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Museumspädagogik. Darüber freue ich mich.“ Auch die Donauanrainer-Staaten Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien werden sich dem Projekt anschließen.