Am vergangenen Freitag ist der ehemalige ÖGB-Präsident und Innenminister Franz Olah im Alter von 99 Jahren gestorben. Zu seinem 90er hat ihn Kardinal König als „Brückenbauer“ und „Baumeister“ des neuen Verhältnisses zwischen Gewerkschaft und Kirche sowie zwischen SPÖ und Kirche gewürdigt. Der praktizierende Katholik erlebte die Zwischenkriegszeit, in der sich eine vom Freidenkertum geprägte sozialistische Partei und die Kirche unversöhnlich gegenüberstanden, als Tragödie. Mit Kardinal König als „Mann der Versöhnung“ war es dann in den 50er und 60er Jahren möglich, Schritte der Annäherung voranzubringen, sagte Olah.