Kirchliche NGO’s haben die UNO eingeschaltet, um Pakistan zur Abschaffung seines unter Kritik stehenden Blasphemiegesetzes zu drängen. Das Gesetz werde missbraucht und diene Fundamentalisten als Vorwand für Gewaltakte gegen Christen und gemäßigte Muslime, heißt es in einer Erklärung u. a. von Pax Christi International an den UN-Menschenrechtsrat, der Mitte September in Genf tagt. In Pakistan steht auf die Verunglimpfung des Koran oder des Propheten Mohammed die Todesstrafe. Die Blasphemiegesetze werden regelmäßig benützt, um religiöse Minderheiten einzuschüchtern, zu verfolgen und persönliche Fehden auszutragen.