Assisi-Treffen in Krakau: Krieg ist eine Lästerung Gottes
Ausgabe: 2009/38, Tisch, Assisi-Treffen, Krakau, Lästerung Gottes, Krieg,, KZ, Konzentrationslager, Johannes Paul II.
16.09.2009
„Die Religionen wollen nicht für den Krieg missbraucht werden“ heißt es in der Erklärung des Assisi-Folgetreffens in Krakau.
300 Vertreter/innen der Weltreligionen nahmen vergangene Woche am Assisi-Folgetreffen in Krakau teil. Mit diesen Treffen führt die Gemeinschaft Sant’Egidio die von Johannes Paul II. eingeleitete Friedensinitiative der Religionen fort. In ihrer Schlusserklärung riefen die Teilnehmer/innen auf, der Globalisierung „eine Seele“ zu geben. Und sie bekannten: „Die Religionen wollen den Krieg nicht und sie wollen nicht für den Krieg missbraucht werden.“ Im Namen Gottes Krieg zu fordern und zu führen sei ein Lästerung. Tief bewegend war der Abschluss des Treffens im ehemaligen KZ Auschwitz. Oberrabbiner Israel Meir Lau, Überlebender des KZ Buchenwald, wandte sich an seine muslimischen „Cousins“: „Wenn es möglich ist, dass wir hier gemeinsam gedenken, können wir uns auch an einen Tisch setzen und über alle Konflikte reden. Wir können es, wir sind imstande dazu!“