Im Polizeianhaltezentrum Wien-Hernals ist am vergangenen Montag ein 20-jähriger Schubhäftling aus Indien zusammengebrochen und gestorben. Noch am Sonntag war dem hungerstreikenden Asylwerber vom Amtsarzt „Haftfähigkeit“ attestiert worden. Die Caritas reagierte „schockiert“ auf den Tod des Asylwerbers und forderte die seit langem versprochene Reform der Schubhaft. Sie verweist auf den Jahresbericht des Menschenrechtsbeirates des Innenministeriums, der vor allem die häufige Anwendung der Schubhaft, die schlechte Unterbringung und die unzureichende medizinische und psychologische Betreuung kritisiert hat.