Über 40 Anbieter haben bei der „WearFair 09“ – der Messe für faire Bekleidung – letztes Wochenende in Linz gezeigt: Es gibt Textilien, die nicht zu Niedrigstlöhnen und um den Preis von gesundheitlichen Schäden der in der Branche Beschäftigten gefertigt werden. Und sie sehen auch gut aus. Mehrkosten kann man durch bewussteres Auswählen einsparen. Ex-Miss-Austria Sabine Lindorfer warb bei der Messe für solche faire Kleidung. Nach dem Lebensmittelsektor ist Fairness nun auch beim Anziehen gefragt.
Auch Kinderkleidung wurde auf der Messe für faire und ökologische Mode, veranstaltet von Südwind OÖ und Klimabündnis OÖ, präsentiert. Foto: WearFair.
Gerecht gekleidet
Umweltfreundlich und sozial gekleidet ist groß in Mode
Die WearFair-Messe in Linz hat letztes Wochenende eines gezeigt: Faire Kleidung ist auch für Modebewusste tragbar.
19 Teile Oberbekleidung kaufen die Österreicher/innen durchschnittlich jedes Jahr. Dass Bekleidung bei uns immer billiger wird, geht aber nur, weil woanders Menschen unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen arbeiten.
Mehr als ein Trend. Es gibt aber immer mehr Anbieter von „fairer“ Mode, also Bekleidung und Textilien, die ökologisch und/oder sozial gerecht produziert werden. Bei der Messe„WearFair“, die vergangenes Wochenende in Linz stattgefunden hat, haben mehr als 40 Aussteller/innen gezeigt, dass diese Mode mehr ist als ein Trend.
Überlegt einkaufen. Auch wer sein Gewand nicht aus Biobaumwolle oder fairem Handel kauft, kann an die Umwelt und Mitmenschen denken, wenn er oder sie überlegt einkauft:
- Statt 19 neue Teile jedes Jahr die Garderobe auf zeitloser umstellen. Das ist wirklich umweltbewusst, weil nicht ständig Neues produziert und Altes weggeworfen werden muss.
- Nur Kleidung kaufen, in der man sich wirklich wohlfühlt. Viele gekaufte Teile werden nie getragen. Wer ehrlich ist, gibt zu, dass einige wenige „Lieblingsstücke“ ausreichen.
- Sachen, die noch gut tragbar sind, karitativon Organisationen zur Verfügung stellen, in ein Second-Hand-Geschäft bringen oder im Freundeskreis verschenken oder tauschen.
- Bei jedem Einkauf sollte die Frage gestellt werden: „Brauche ich das wirklich?“
- Einen Einkaufsratgeber gibt es bei der Umweltberatung, Tel. 01/803 32 32; Homepage: www.umweltberatung.at.Eine Übersicht über Gütesiegel hat die Cleanclothes („saubere Kleidung“) Kampagne zusammengestellt: Tel. 01/405 55 15-306, Homepage: www.cleanclothes.at