Gott lässt nicht nur Äpfel, sondern auch Kastanien wachsen. Man kann sie nicht essen – und trotzdem haben Menschen ihre Freude daran. Kinder sammeln sie, selbst Erwachsene heben sie vom Boden auf. Sie sind ein Lebensmittel der Freude.
Nicht vom Brot allein lebt der Mensch. Und es gibt nicht nur den Hunger, der mit dem Essen zusammenhängt. Inmitten einer Welt der Sonderangebote „verhungern“ Menschen an Einsamkeit, sie „verdursten“, weil ihnen keine Wertschätzung zukommt.
Wie man Bäume und Felder hegt, damit etwas wachsen kann, brauchen auch die Früchte der Freude einen Nährboden. Es muss nicht alles nützlich und verwertbar sein. Es genügt, dass es schön ist und Freude bereitet. Auch den Kastanien gilt der Erntedank.