Selber machen! So sagt und will es das Kind, das beim Erkunden der Welt seine Fähigkeiten entdeckt und entwickelt. Warum denn selber machen, sagt der Mensch später – wo es doch all die „segensreiche“ Erfindungen gibt, die einem die Mühen des Alltags abnehmen oder zumindest erleichtern. Automaten, Motoren, Maschinen sorgen für „Bequemlichkeit“ im Alltag. Dafür soll mehr Zeit bleiben für Dinge, die man wirklich gerne tut. Aber selbst singen und spielen muss man nicht selber – zu jeder beliebigen Zeit kriegt man Musik aus den Ohrstöpseln, und via Fernsehen wird einem vorgespielt. Doch es macht sich ein Unbehagen breit über die automatisierte Welt, in der einem das Selbermachen so gänzlich aus der Hand genommen wird. Es kommt die Zeit, da kommen einem die Kräfte und Fähigkeiten allmählich abhanden. Mühsam werden selbst einfache Verrichtungen des Alltags. Wenn ich doch selber noch könnte, klagt er. Die eigenen Fähigkeiten nutzen! Das gilt im Alltag – und gilt auch im Glauben. Auch ihn kann man nicht einer Konfession oder einem Lehramt wie einem Glaubensmechanismus überlassen. Was hast du getan? So lautet die Frage am Ende.