Was erlebt ein Organist, Komponist, Dirigent, schlicht: Vollblut-Musiker und Theologe, wenn er auf Reisen geht? Allerhand – das zeigen schon die ersten Seiten des Büchleins, das Autor Rupert Gottfried Frieberger im Sommer vorlegte. Auf vielfachen Wunsch hat Frieberger seine Erlebnisse niedergeschrieben und veröffentlicht. Von Schlägl führen seine Konzert- und Orgelreisen bis Deutschland, den Niederlanden, Italien und der Schweiz. Von tosendem Applaus bei Konzerten bis zum Diebstahl wertvoller Protokolle während so mancher Auftritte, von guten Geistern, die dem Organisten Apfelstrudel „hinterlegen“ und Mitbrüdern, die Reisepässe kilometerweit nachliefern, ist da zu lesen. Viel erfährt man von der wunderbaren Orgellandschaft in Europa und den Menschen, die damit in irgendeiner Form zu tun haben. Originelle, amüsante Lektüre!
Zwischen Orgelbock und Dirigentenpult. Von Organisten, Pfarrerköchinnen und anderen musikalischen Zeitgenossen, R. G. Frieberger, Fabian Edition.
A. Bruckner in Linz
Die Zeit vom 24. Dezember 1855 bis Ende September 1868 verbrachte Anton Bruckner in Linz. Wesentliche Schritte seiner Entwicklung passierten hier: Er wagte den Schritt vom Lehrer zum Berufsmusiker und wurde Linzer Dom- und Stadtpfarrorganist. Die Aspekte seiner Berufung behandelt Elisabeth Maier in ihrer gleichnamigen Arbeit. Sie geht akribisch allen Spuren, Kontakten, Briefen der Linzer Zeit nach. Spannend ist die Korrespondenz aus kirchlichen Kreisen, Bruckners Kampf mit den Linzer Orgeln, den Institutionen und Vorgesetzten. Wertvolle, unverzichtbare Lektüre für Brucknerfreunde, Musikliebhaber und historisch Interessierte.
Anton Bruckner als Linzer Dom- und Stadtpfarrorganist, Aspekte einer Berufung, Elisabeth Maier, AB Dokumente & Studien 15, Musikwissenschaftl. Verlag Wien.