Ausgabe: 2009/40, Obama, Muslime, Fellinger, Chefredakteur, Ägypten, Heiliger, Franz von Assisi, Tiere
30.09.2009
Das Gespräch mit den Muslimen muss, trotz der militärisch brisanten Lage, in Gang gebracht werden. Der Umgang mit der Schöpfung muss von Grund auf anders gestaltet werden. Die Rede ist nicht vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, der die schwierigen Themen unserer Zeit neu zur Sprache bringt – vielmehr vom hl. Franziskus – der dies vor 800 Jahren getan hat.Obwohl im Zuge der Kreuzzüge die Waffen das Sagen hatten, beeindruckte er den Sultan in Ägypten mit der Kraft seiner Worte. Bemerkenswert ist sein Umgang mit der Schöpfung, vor allem den Tieren: Sie waren für ihn nicht Nutzobjekte, über die man beliebig verfügen könnte, sondern „der Rede wert“. Man sagt von ihm, dass er sogar den Vögeln gepredigt hätte. Und er lebte in einer Zeit der darniederliegenden Kirche, die, verkrustet und teilweise korrupt geworden, nur mehr schlecht ein Zeugnis von Christus gab. Am 4. Oktober gedenkt die Kirche des bemerkenswerten Heiligen. Die Sorgen seiner Zeit sind auch die Sorgen unserer Zeit. Hätte ein Franz von Assisi damals wegen der schlimmen Zustände resigniert – die Welt wäre um eine Hoffnung ärmer. Franziskus steht für die Hoffnung: Es ist möglich, die Welt zu verändern.Das Gespräch mit den Muslimen muss, trotz der militärisch brisanten Lage, in Gang gebracht werden. Der Umgang mit der Schöpfung muss von Grund auf anders gestaltet werden. Die Rede ist nicht vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, der die schwierigen Themen unserer Zeit neu zur Sprache bringt – vielmehr vom hl. Franziskus – der dies vor 800 Jahren getan hat.Obwohl im Zuge der Kreuzzüge die Waffen das Sagen hatten, beeindruckte er den Sultan in Ägypten mit der Kraft seiner Worte. Bemerkenswert ist sein Umgang mit der Schöpfung, vor allem den Tieren: Sie waren für ihn nicht Nutzobjekte, über die man beliebig verfügen könnte, sondern „der Rede wert“. Man sagt von ihm, dass er sogar den Vögeln gepredigt hätte. Und er lebte in einer Zeit der darniederliegenden Kirche, die, verkrustet und teilweise korrupt geworden, nur mehr schlecht ein Zeugnis von Christus gab. Am 4. Oktober gedenkt die Kirche des bemerkenswerten Heiligen. Die Sorgen seiner Zeit sind auch die Sorgen unserer Zeit. Hätte ein Franz von Assisi damals wegen der schlimmen Zustände resigniert – die Welt wäre um eine Hoffnung ärmer. Franziskus steht für die Hoffnung: Es ist möglich, die Welt zu verändern.