Bei einer Explosion in der Nähe der koptischen Markus-Kathedrale in Kairo sind am Sonntagmorgen mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden.
Ausgabe: 2016/50
13.12.2016
Es handelt sich um die dritte Explosion innerhalb einer Woche. Erst am Freitag waren in Kairo sechs Polizisten getötet worden. Christliche Kirchenführer weltweit reagierten mit Betroffenheit. Papst Franziskus betete am Montag beim Fest Unserer Lieben Frau von Guadalupe, der Patronin Lateinamerikas, für die Opfer des Anschlags. Dem koptischen Papst Tawadros II. bekundete er seine Anteilnahme und Verbundenheit. Franziskus rief auch zum Gebet für die Opfer weiterer Terroranschläge in den „letzten Stunden“ auf, ohne einzelne namentlich zu nennen. Sie hätten sich in verschiedenen Ländern ereignet, gemeinsam sei ihnen jedoch die Gewalt, sagte der Papst. Zuvor hatte es eine Anschlagsserie in Istanbul, bei der mindestens 44 Menschen starben, und Anschläge der Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria mit mindestens 50 Toten gegeben. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat nach dem „feigen Terroranschlag auf die koptische Kirche in Ägypten“ den Appell der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände aufgegriffen, Religionsfreiheit zum Thema des österreichischen OSZE-Vorsitzes 2017 zu machen. Unterdessen fand am Montagabend der schon länger geplante, traditionelle Fackelzug für Religionsfreiheit in der Wiener City statt.