Ausgabe: 2009/48, Kopf der Woche, Simon Binder, Leid, Elend, Arbeitersamariterbund, Friedenslicht-Kind, Petrinum, Bethlehem, ORF-Friedenslicht, Österreich, Europa, Friedenslicht-Mission
25.11.2009
- Ernst Gansinger
Am 21. November flog der 13-jährige Simon Binder aus Linz mit 455 Pilgern nach Israel, um in der Geburtsgrotte in Bethlehem das ORF-Friedenslicht zu entzünden und es dann nach Österreich und Europa zu bringen.
Auch wenn jetzt Außergewöhnliches auf ihn zukommt, Simon Binder nimmt es gelassen. Der Medienrummel ist „witzig, vielleicht wird er auch noch anstrengend, aber noch ist es nicht schlimm“, sagt Simon. Er wurde als ORF-Friedenslichtkind ausgesucht, weil er „großes soziales Engagement zeigt“: Seit fünf Jahren ist Simon Binder beim Arbeitersamariterbund Linz und besucht mit seiner Gruppe von Zeit zu Zeit Menschen im Betreuten Wohnen. Simon kommt nicht mit leeren Händen – er bringt in den Heimstunden Gebasteltes mit – und er kommt nicht mit leerem Mund – es gibt immer etwas zu reden.
Botschafter. Simon konnte nicht lange im Heiligen Land bleiben, um die biblischen Stätten zu sehen, worauf er sich sehr freute. Denn schon am Wochenende wirkt er in der „Florian-Silbereisen-Advent-Show“ mit. Dazu muss er nach Deutschland. Und er, der anlässlich der Friedenslicht-Mission zum ersten Mal geflogen ist, hat vor Weihnachten noch weitere Ziele: Brüssel, Wien, St. Wolfgang, das Linzer Land- und Rathaus. Ein Vielbeschäftigter also. Wenn er hin und wieder beim Unterricht im Bischöflichen Gymnasium Petrinum fehlt oder nicht in seiner Pfarre St. Leopold ministrieren kann, werden es alle wissen: Simon ist für den mittlerweile in fast ganz Europa übernommenen Friedenslicht-Brauch unterwegs. Er wird dabei wohl oft gefragt werden, was ihn zum Engagement motiviert. Und er wird antworten: „Es taugt mir …“
Simon Binder: „Es taugt mir, Leuten zu helfen, denn es gibt viel Leid und Elend. Und da soll man tun, was man im Kleinen beitragen kann.“