Ausgabe: 2009/48, Krise, häusliche Gewalt, Schweigen, Susanne Huber, Hans Baumgartner, Konsum, Wachstum, Wirtschaft, Arbeitslose, Nachhaltigkeit, Frauenhelpline, Zuhause, Gewalt an Frauen, 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, Kommentare
25.11.2009
Die Krise geht viel tiefer
Die Wirtschaft wird im kommenden Jahr stärker wachsen, als die meisten Experten noch vor wenigen Monaten befürchtet haben. Gleichzeitig aber wird die Zahl der Arbeitslosen weiter ansteigen. In Österreich dürften es bald 400.000 sein. Viele werden dadurch unter finanziellen und psychischen Druck geraten. Und die Hoffnung, dass sich der Arbeitsmarkt bald erholt, ist gedämpft. Denn die Krise auf den Finanzmärkten hat eine andere Krise schonungs-los aufgedeckt. Bisherige Vorstellungen von Wachstum und Konsum sind nicht länger haltbar, Nachhaltigkeit ist gefragt – in der Wirtschaft und im eigenen Lebensstil. Das schafft auch neue, zukunftsträchtige Arbeit in den Bereichen Pflege, Umwelt, Bildung oder Landwirtschaft.
Hans Baumgartner
Häusliche Gewalt und das Schweigen
Jede fünfte Frau in Österreich erlebt das eigene Zuhause nicht als Ort der Geborgenheit. Nein, für sie sind die eigenen vier Wände der Ort, an dem sie Gewalt erfährt – durch den Lebensgefährten oder den Ehemann. Nach wie vor ist Gewalt gegen Frauen, sei es in körperlicher, sexueller oder psychischer Form, ein Tabuthema. Die Betroffenen schweigen aus Angst und Scham. Um dieses Tabu zu brechen, findet auch heuer wieder die internationale Initiative „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ statt (25. November bis 10. Dezember), an der sich viele Organisationen beteiligen. Es ist Zeit, das Schweigen zu durchbrechen.
Susanne Huber- Rat und Hilfe gibt es unter der Frauenhelpline 0800-222-555.