Es ist die Zeit der vielen kleinen Kaufabschlüsse. Mit der Liste im Kopf sind Menschen unterwegs, von Geschäft zu Geschäft, um die vielen großen und kleinen Weihnachtswünsche gut und günstig abzuwickeln. Vor allem: rasch soll es gehen. Und weil die Schlangen vor den Kassen länger als sonst sind, weil man sich auch für die Beratung anstellen muss, liegen die Nerven bisweilen blank im Trubel.Unter die Räder kommt die Menschlichkeit. Die Kassiererin hinter der Kasse wird behandelt, als wäre sie bloß Teil der Registrierkasse. Der Kundenberater hat zu funktionieren wie das Etikett auf der Ware. Schon beim nächsten Geschäft sind ihre Gesichter vergessen. Und vergessen ist auch, dass man nicht bloß einer Kassiererin und einem Verkäufer gegenübergestanden ist, sondern dass es Menschen sind – mit Namen und Schicksalen. Es geht ihnen gut – oder schlecht. Advent wäre, gerade das Menschliche in den Vordergrund zu rücken. Doch es wird wie zu sonst kaum einer Zeit ins Namenlose gedrängt. Doch für die wenigen Momente, die ein Geschäft dauert, waren er oder sie – meine Nächsten. Es heißt in der Bibel, man würde nach diesen befragt.