Die Schweiz ist für ihre demokratische Kultur weltweit bekannt. Dass ausgerechnet dort per Volksabstimmung das Menschenrecht auf Religionsausübung beschränkt wurde, ist ein fatales Signal. Für rechtspopulistische Parteien und für muslimische Scharfmacher ist das Votum Wasser auf ihre Mühlen, die von Vorurteilen und Hetze angetrieben werden. Bei allen, denen ein gutes Zusammenleben von Zuwanderern und Einheimi-schen ein Anliegen ist, müssen die Alarmglocken läuten. Sie müssen sich fragen: Was ist schiefgelaufen, dass sich so viele Bürger/innen von politischen Scharfmachern instrumentalisieren lassen? Es braucht mehr couragierten Widerstand und mehr Bereitschaft, Probleme zu sehen und sie gemeinsam zu lösen. Sonst bleiben die Menschenrechte auf der Strecke.
Hans Baumgartner
Kriegsherren vor Gericht
Afrika ist reich an Bodenschätzen. Zahlreich sind dort auch die Kriege um diese begehrten Rohstoffe wie etwa Gold und Diamanten. Im Jahr 2003 sind beispielsweise 200 Zivilisten bei einem Massaker in einem kongolesischen Dorf ums Leben gekommen. Seit Mitte November stehen nun zwei Anführer dieser Bluttat wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Blutige Massaker, Zwangsrekrutierungen von Kindern und Massenvergewaltigungen werden ihnen zur Last gelegt. Beide Kriegsherren beteuern jedoch ihre Unschuld. Doch jetzt haben die Augenzeugen das Wort!