Eine Woche noch. Eine ganze Woche noch Olympische Spiele – „With glowing hearts“ zelebriert in Kanada, mit größtmöglichem Kamera- und Reporteraufwand in alle Welt getragen. Schnee, Eis, Schweiß, Triumph und Tränen rauf und runter, quer durch scheinbar alle Programme. Leicht ist es wahrlich nicht, anderes zu finden als zwei Brettln, Puck und g’führigen Schnee – immerhin bringt es das ORF-Fernsehen auf 212 Berichtsstunden, ARD und ZDF gar auf 600. Wer also kein unbedingter Fan von Curling ist – meine absolute Lieblingsdisziplin, leider zu nachtschlafener Zeit –, wen die Entscheidungen in 86 Bewerben wenig interessieren und wem die Sportkulisse Vancouver und Whistler zu eintönig ist, der kann sich nach ein bisschen Suchen und nicht immer zur Hauptsendezeit auch anderswo auf der Erde umschauen. Während einer „Erlebnisreise“ in Mosambik zum Beispiel, zu der die ARD am Sonntag um 16.05 Uhr einlädt oder während einer Fahrt mit dem „Traumschiff ins indische Niemandsland“ (Sonntag, 18 Uhr, 3sat). 2000 Wanderer machen sich Jahr für Jahr auf, den Appalachian Trail, den längsten Wanderweg der Welt, zu gehen. Zweien von ihnen folgt die Dokumentation „Durch die Wildnis Amerikas“ (Montag, 20.15 Uhr, 3sat). „Kloster Ettal im Winter“ besucht der Bayerische Rundfunk (Dienstag, 17 Uhr) ehe am gleichen Tag das ZDF zu einer Entdeckungsreise ans andere Ende der Welt aufbricht, nach Neuseeland (20.15 Uhr). Zur gleichen Zeit startet ARTE einen Themenabend über Birma, eines der abgeschottetsten Länder der Welt. Die Ndebele, das kleinsten Volk Südafrika, berühmt wegen ihrer farbenfrohen Häuser, besucht 3sat am Donnerstag (20.15 Uhr) und am Samstag geht’s in den Norden des Kontinents, nach Tunesien, wo der Hessische Rundfunk sich unter anderem im quirligen Kairouan umschaut (11.55 Uhr). Es sind nicht nur schöne, bunte Postkartenmotive, die aus der Ferne mitgenommen werden, es sind auch eindrückliche Bilder über Leben, Kultur, Religion, über Menschen, die schwer an der Geschichte zu tragen haben und die dennoch hoffen können.