„Wir alle wissen um die Bedrohung des Sonntags durch die zunehmenden Begehrlichkeiten der Wirtschaft ...“ – Dieser Passus im Hirtenbrief von Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz (siehe letzte KirchenZeitung, Seite 6) hat Reaktionen aus der Wirtschaft hervorgerufen. Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl betonte: „Ich habe schon vor einiger Zeit dem Bischof versprochen, dass der Sonntag nicht von der Wirtschaft bedroht wird. Es ist meine innere Überzeugung, dass wir in unserer Gesellschaft ein Taktmaß brauchen ... Dazu gibt es einen breiten Konsens in der wirtschaftlichen Interessensvertretung, worauf ich auch ein bisschen stolz bin.“Von der Kirche wünscht er sich, dass sie durch mehr Freiheiten in der Gestaltung der Gottesdienste wieder mehr Menschen ansprechen kann. Leitl verglich: „Es ist für jedes Unternehmen unbefriedigend, Jahr für Jahr ein Minus bei den Umsätzen zu haben. Bei der Kirche ist das jährliche Minus beim Kirchenbesuch auch nicht erfreulich.“
Altenarbeit-Diplom
Am 12. Februar fand die Diplomfeier des ersten dreisemestrigen Lehrgangs für Altenarbeit am Linzer Ausbildungszentrum für Sozialberufe der Caritas für Betreuung und Pflege statt. 19 Studierende erhielten ihr Sozialbetreuer/innen/Altenarbeit-Diplom.
Verteilungsfragen
„Aus allen Studien namhafter Experten ist abzulesen, dass Menschen mit großem Vermögen, also die 70.000 Millionäre in Österreich, zu wenig zur Finanzierung des staatlichen Systems beitragen“, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl. Er unterstützt die Forderung des ÖGB-Vorsitzenden Erich Foglar nach mehr Verteilungsgerechtigkeit.