Haiti. Hilfe kommt von allen Teilen der Welt. Auch aus Oberösterreich. Wir fragten bei Hilfsorganisationen nach, ob sie Menschen aus Oberösterreich nach Haiti entsandt haben. Mit 400.000 Euro stützt das Land OÖ die Hilfsmaßnahmen von Caritas, Rotem Kreuz, Volkshilfe und Hilfswerk.
Ruth Schöffl aus Hellmonsödt ist Mitarbeiterin der Caritas Wien. Sie hat erste Hilfe in Haiti geleistet: „Ich habe nicht lange überlegt, als ich gefragt wurde – trotz eines mulmigen Gefühls in der Magengegend.“ Die Caritas kümmert sich um die Verteilung von Wasser, Essen, Hygieneartikeln und Medizin. Auf längere Sicht geht es darum, Häuser, Waisenhäuser und Schulen wieder aufzubauen. Jugend Eine Welt ist nicht direkt vor Ort. Die Organisation unterstützt die Salesianer Don Boscos, die in Haiti große Bildungseinrichtungen und Straßenkinderzentren betreuen. Der Wiederaufnahme des Schulunterrichts gilt das Hauptaugenmerk. Die Regierung in Haiti hat sich zum Ziel gesetzt, Ende März wieder mit dem Unterricht zu beginnen.
Care und Ärzte ohne Grenzen. Von „Ärzte ohne Grenzen“ sind/waren bisher neun Österreicher/innen auf Einsatz in Haiti, unter ihnen allerdings (noch) keine Oberösterreicher/innen. Die Organisation CARE ist seit 1954 in Haiti tätig und hatte vor dem Beben in Haiti 133 Mitarbeiter/innen, die jetzt im Hilfseinsatz sind und in erster Linie – wie alle 14.500 CARE-Mitarbeiter/innen weltweit – aus dem eigenen Land kommen.