„Eine Auslastung der oö. Frauenhäuser von gut 91 Prozent bedeutet für mich, dass wir zwar ein nach wie vor gutes und gerade noch ausreichendes, aber keineswegs zu großzügiges Angebot haben“, reagierte der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl auf den KirchenZeitungs-Titel in der letzten Ausgabe, wonach die Frauenhäuser chronisch überbelegt seien. „Diese Auslastung führt gerade in kleineren Häusern wie in Ried aber manchmal zu Engpässen, auf die mit Notbetten reagiert werden muss. Oder andere Frauenhäuser müssen einspringen“, sagt Ackerl. Mit fünf Frauenhäusern könne Oberösterreich nach wie vor eine bundesweite Spitzenposition einnehmen. Die existenzielle Absicherung der Frauenhäuser durch das oö. Sozialhilfegesetz und durch mehrjährige Verträge sei vorbildlich. Dadurch sei eine langfristige Planung der Aktivitäten sowie die Wahrnehmung ihrer Funktion als Kriseneinrichtung gewährleistet. Im Budget 2010 sind für die Angelegenheiten der Frauenhäuser 1.720.000 Euro budgetiert – das sind um 1,78 Prozent mehr als 2009, „und das, obwohl das Sozialbudget gegenüber der mittelfristigen Budgetplanung um 2,7 Prozent geschrumpft ist“.
Gentechnik
Oberösterreich ist seit 2003 die Speerspitze in Europa im Kampf gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft“, sagt Umwelt-Landesrat Rudolf Anschober. Die von Oberösterreich gegründete Allianz der GVO-freien Regionen wird bereits von 51 Regionen der EU unterstützt. (GVO bedeutet: gentechnisch veränderte Organismen.) Im vergangenen Jahr ist die Fläche mit Gentechnikanbau in Europa um fast 15 Prozent auf ca. 92.000 Hektar gesunken. Fix sei auch, dass heuer kein GVO-Mais in Deutschland angebaut werde.