Die ersten Arbeiten für den Gemüsegarten finden im Kopf statt. „Vom richtigen Platz hängt ein gutes Wachsen und Gedeihen der Pflanzen ab“, sagt Franz Unger, Gärtnermeister und Bruder im Orden der Schulbrüder.
Zur Wahl des richtigen Standorts für den neuen Nutzgarten gibt es einige Hinweise: - Sonnenlage wählen. - Flächen in und mit Mulden vermeiden. Wo sich Wasser sammelt, besteht die Gefahr von Staunässe. Der Boden könnte sich verdichten, das Bodenleben verringert sich. - Womöglich sollte der Platz den ganzen Tag Sonne haben. Ansonsten ist Sonneneinstrahlung von Mittag bis Abend die günstigere. - Saurer Boden ist ungeeignet: SchattigePlätze unter hohen Bäumen, in Waldnähe oder an hohen Sträuchern. Hohe Bäume sollen die Sonneneinstrahlung nicht behindern. - Die Kompostanlage sollte sich in der näheren Umgebung befinden, an einem Platz, der nicht zu sehr der Sonne ausgesetzt ist. Hier sind höhere Bäume von Vorteil. Eine Kompostanlage gehört für Br. Franz Unger zum Gemüsegarten dazu. - Wer die Möglichkeit hat, sollte den Platz so wählen, dass man auch mit größeren Maschinen zufahren kann, wenn etwa ein Erdwechsel notwendig ist oder eine größere Kompostmenge hingefahren wird.
Einteilung. Der ideale Platz wird ausgesteckt. Die Größe richtet sich nach dem Gemüsebedarf und der Zeit, die man investieren möchte. Ideal wäre ein Bereich jeweils für Gemüse, Kräuter, Beeren und Blumen, weil die Pflanzen unterschiedlich gepflegt werden.
Den Plan umsetzen. Zuerst werden die Randbeete gewählt, dann die Hauptwege gestaltet: mit Platten oder Kies, die Wärme speichern und an die Beete abgeben. Dann die Beete eingeteilt und die weiteren Wege gemacht, zum Schluss umgestochen. Das Umstechen muss bei einem frisch angelegten Garten sein, damit der Boden krümelig wird. Sollte die Erde zu dicht sein, ist die Einarbeitung von Kompost oder Rindermist nötig. Danach werden die Beete mit einem Rechen eingeebnet und sind fertig zum Bepflanzen und Säen.
Jeder noch so üppige Nutzgarten hat einmal so oder so ähnlich angefangen. Wer heuer beim „Gartln“ einsteigen möchte, muss sich jetzt beeilen. Bis „Josefi“, dem 19. März, sollten die ersten Pflanzen gesetzt sein. Vorausgesetzt, der Winter lässt das zu!