Aus. Vorbei. Kein Antichambrieren mehr. Keine Audienzen mehr. Kaiser Robert Heinrich I. hat sich ins Privatleben zurückgezogen – vorläufig zumindest, man weiß ja nie, ob ihn die Machtabstinenz tatsächlich freut. Und weil er sich auch im Scheiden um Staatswohl und Untertanen sorgt, empfiehlt er wärmstens, quasi als Thronfolger, einen demokratisch gewählten „Bussibären“. Seyffenstein, der treue gute Geist, langjähriger Obersthofmeister, von der Macht immer nur eine Schreibtischbreite entfernt, wäre geradezu prädestiniert, das Land weiter zu lenken – zumal er als Rudi Roubinek schon für die Drehbücher (mit)verantwortlich zeichnete. Drei Jahre hat Robert Heinrich dem Land monarchischen Glanz verliehen und der ORF’schen „Donnerstag Nacht“ gute Quoten. 200.000 Zuschauer waren im Mai 2007 beim ersten „Empfang“ dabei, 446.000 am Schluss. Drei Jahre hat Robert Heinrich zum gesungenen Volkslob: „Unser lieber Robert Heinrich, wir danken es dir recht. Wir haben einen Kaiser, uns geht es nie mehr schlecht“, huldvoll gelächelt, drei Jahre und in mehr als 50 Sendungen hat er den einen oder anderen (Pseudo-)Prominenten geladen, um ihm mehr oder weniger gute Ratschläge zu geben. Drei Jahre haben die Vorgeführten sich unter seiner Majestät eingehender Befragung, unter Lob und Tadel eher gewunden – auch jene, die ansonsten wortgewaltig auftreten. Das geladene wie fern(sehend)e Volk freilich hat die nasal-arrogante, mitunter bissige, messerscharfe, nie aber beleidigende Abkanzelung des „kleinen“ wie auch des etwas „größeren Mannes“ fröhlich beklatscht. Man darf durchaus leise bedauern, dass nicht mehr Hof gehalten wird. Man darf aber auch das – nicht jedermann eigene – Gespür achten, mit dem die Mannschaft rund um Robert Palfrader den richtigen Termin zum Abdanken erkannt hat: ehe sich witzige Ideen abnutzen und Satire in billigen Klamauk kippt.