Österreichs Konsumentinnen und Konsumenten wären bereit, für fair produzierte Spielwaren ein Viertel mehr auszugeben. Das belegt eine von der entwicklungspolitischen Organisation Südwind in Auftrag gegebene Studie. Was fehlt, ist ein Siegel für faires Spielzeug. Die europäische Kampagne „Spielsachen fair machen!“, in Österreich von Südwind getragen, setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Produktions- und Lieferkette von Spielzeug ein. Fairer Lohn sowie angemessene Sicherheitsvorkehrungen für gesundheitsgefährdende Tätigkeiten würden den Endpreis von Spielzeug kaum erhöhen, sagt Claudia Bonk, Leiterin der Südwind-Kampagne. Nicht einmal 1 % des Verkaufspreises betrage der Lohn einer Arbeiterin, die eine Barbie produziert. Im Haus der Frau in Linz gab es im Rahmen der Kampagne am 11. März eine Lesung aus dem Buch „Dagongmei“. Dieses schildert die Lebensgeschichte und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen von zwei Arbeiterinnen in einer chinesischen Weltmarktfabrik.
Ein lädierter Teddybär auf der Südwind-Aktionskarte transportiert das Anliegen „faire Spielwaren“. Kunden geben beim Einkauf im Spielwarengeschäft eine solche Shopkarte ab und erkundigen sich damit, ob das Spielzeug, das sie kaufen, fair produziert wurde. Ein Linzer Geschäft hat schon reagiert, berichtet Südwind. - Shopkarte und Infos: Südwind OÖ, Südtiroler Straße 28/2, 4020 Linz, Tel: 0732/79 56 64-1.