Die Biobauern empfehlen der EU, bio und die Leistungen wie Klimaschutz zu fördern
Ausgabe: 2010/12, Biobauern, nachhaltig, sozial, rentabel, Leistungen, Klimaschutz, Landwirtschaftskammer, EU
24.03.2010
Bio Austria Oberösterreich, Dachverband für die meisten Biobauern, hielt am 20. März in der Landwirtschaftskammer in Linz die Jahreshauptversammlung. Im Zentrum der inhaltlichen Diskussion stand die Agrarpolitik der EU (GAP) nach 2013, wenn die derzeit gültigen Regelungen auslaufen.
In Oberösterreich gibt es 4070 Biobauern, in Österreich ca. 20.000. Die Zahl steigt. Die Weichen zur neuen GAP werden bald gestellt. Man muss sich auch auf ein stärker mitredendes europäisches Parlament einstellen. Grund genug, schon jetzt mitzudiskutieren!
Die biologische Landwirtschaft habe der GAP viel zu bieten, sind die Biobauern überzeugt. Biolandbau ist ein systemischer Ansatz, nicht bloß mehr, sondern auch nachhaltig, ökologisch und energetisch effizient, sozial und kulturell gerecht und für die Klein- und Familienbauern ökonomisch rentabel zu produzieren. Zur Diskussion steuerte Prof. Alois Heißenhuber aus München das Hauptreferat bei. Positionen bezogen auch Landesrat Josef Stockinger, Bio-Austria-Geschäftsführer Christoph Gleirscher, Petra Gruber vom Institut für Umwelt – Friede – Entwicklung, die Biobäurin Lisa Hofer-Falkinger von der Bergbauernvereinigung und der Biobauer Hermann Pennwieser. Dieser will aus seiner 20-jährigen Biobauer-Erfahrung Bauern Mut machen, auch den Bioweg zu gehen und etwa aus der Fruchtbarkeit des biologisch bewirtschafteten Bodens Vertrauen, Gelassenheit und bäuerliche Erfüllung zu tanken. Hofer-Falkinger trat dafür ein, dass Konsumenten mehr auf kleinen Biohöfen mitarbeiten können (etwa in der Bildungskarenz oder über das freiwillig ökologische Jahr).