Am Karfreitag soll bei den Gottesdiensten eine Fürbitte für die Missbrauchs-Opfer und für die Glaubwürdigkeit der Kirche gesprochen werden. Dazu lädt Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz die Pfarren ein.
Seine Anregung gab Bischof Schwarz bei der Chrisam-Messe im Mariendom am Mittwoch dieser Woche, die er traditionell mit zahlreichen Priestern feiert. Bemerkenswert ist das auch deshalb, weil die Karfreitags-Fürbitten in der Liturgie von sehr grundsätzlicher Bedeutung und daher verbindlich geregelt sind. In Bezug auf die Missbrauchsfälle in der Kirche spricht Bischof Schwarz von einem „Versagen wider die Menschlichkeit“, das ohne Einschränkung zu verurteilen wäre. Die Täter hätten auch jene verletzt, die Pastoral redlich gestalten. Er spricht sich für Ursachenforschung darüber aus, wie Menschen zu derartigem Verhalten fähig sind und welche Umstände ihre Taten so lange unentdeckt ließen. Großes Augenmerk legt der Diözesanbischof auch auf die Tauferneuerung in der Osterliturgie, „in der es darum geht, dem Bösen abzusagen“. Die Gläubigen bittet der Bischof, „unsere guten Bemühungen zu sehen und der Kirche aufgrund dieser schwerwiegenden Verfehlungen Einzelner nicht einfach enttäuscht den Rücken zu kehren“.