Dass das Leben im Kloster keineswegs weltfremd ist, davon konnten sich über 40 Wirtschaftstreibende des Forums „Christ und Wirtschaft“ am 26. März bei einem Besuch bei den Franziskanerinnen von Vöcklabruck überzeugen. Trotz des hohen Altersdurchschnittes der derzeit 247 Schwester – er liegt bei 70 Jahren – gilt der Blick der Zukunft. Auch viele Laien tragen heute in den Spitälern und Schulen das Ordensideal – den Nöten der Zeit zu begegnen – weiter. Das Zusammenleben von jungen und alten Schwestern erfordert Rücksichtnahme und eine Vielfalt an Lebensformen. Drei Frauen leben zurzeit im Ausbildungskonvent. Im Kloster ist ein Mitleben nach einer genauen Vereinbarung auch dann möglich, wenn jemand nicht Schwester werden will. Das persönliche Charisma und das Charisma der Gemeinschaft müssen zusammenstimmen, wenn es um die Frage geht, ob jemand aufgenommen wird, erzählt Ausbildungsleitern Sr. Angelika Garstenauer. Generaloberin Sr. Kunigunde Fürst legt Wert darauf, dass auch die alten Schwestern „im Boot bleiben“ werden. So übernehmen Schwestern eine Gebetspatenschaft etwa für eine Schule oder auch für persönliche Anliegen, wenn jemand darum bittet. Der Zukunft sieht die Generaloberin mit einer gewissen Gelassenheit entgegen. Vielleicht, meint sie, wird es eine Gruppe brauchen, die sagt: Wir gründen uns noch einmal neu.