Unterkünfte sind Mangelware warnt die Reisetipp-Seite im Internet. Zur Zeit der Film-Festspiele ist Cannes restlos ausgebucht. Kein Wunder, gilt das Internationale Festival als eines der bedeutendsten weltweit.
Als A-Festival lockt Cannes seit 1946 jeden Mai Filmschaffende über den roten Teppich ins „Palais des Festivals et des Congrès“. Dort wird unter anderem die begehrte „Goldene Palme“ an den besten Film des Wettbewerbs vergeben. Natürlich fangen derartige „Filmereignisse“ auch Fernsehkameras ein. ARTE tut dies zum Beispiel bis 23. Mai täglich ab 19 Uhr im ARTE-Journal und auch das Samstag-Kulturmagazin „Metropolis“ weiß Neuigkeiten von der Croisette. Rund um die aktuelle Berichterstattung hat der deutsch-französische Kultursender noch eine Reihe von Filmen, Dokumentationen, Biografien gruppiert, die durchaus sehenswert sind. „Das Piano“ etwa (16. Mai, 20.15 Uhr), das in großartigen Bildern von der Selbstbefreiung und -findung einer Frau, gespielt von Holly Hunter, die dafür 1993 als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde, erzählt. Am gleichen Tag um 17 Uhr wird Regisseur „Percy Adlon“ und sein Clan vorgestellt. Bis zur Preisverleihung am 23. Mai (20.15 Uhr) zeichnet die Dokumentation „Gilles Jacob, der Mann von der Croisette“ (22. Mai, 21.55 Uhr) nicht nur ein Porträt des Präsidenten der Auswahlkommission, sondern auch von deren Arbeit, gibt die Schauspielerin Susanne Lothar Auskunft über sich (23. Mai, 17 Uhr). Als Nachschlag quasi steht mit „Der Tod des Herrn Lazarescu“ (26. Mai, 22 Uhr) eine bittere Sozialsatire auf dem umfangreichen ARTE-Begleitprogramm von dem wegzulocken dem Bayerischen Fernsehen am 18. Mai (21.45 und 23.40 Uhr) gelingen könnte. Dann nämlich, wenn der 2006 für die „Goldene Palme“ nominierte Film „Der Italiener“ und der Siegerfilm 2005, „L’enfant“, programmiert sind.
Christiane Luftensteiner-Höllrigl, Medienreferat der Bischofskonferenz