„Es sah aus, als hätte der Domspatz der Dame auf den Kopf ...“, ärgerte sich eine Leserin, nachdem Sie die Domspatz-Karte von der Titelseite unserer Ausgabe Nr. 16 gelöst hatte und ein unschöner Fleck auf dem Bild zurückblieb. Sie hat die Karte trotzdem eingeschickt, um die Redaktion von dem unerfreulichen Zwischenfall in Kenntnis zu setzen. Andere haben die Karte benutzt, um in die Rolle des Domspatzes zu schlüpfen. Hier Kostproben:
Angesichts der vielen verheirateten Priester und begnadeten Frauen sagt der Domspatz ganz ungeniert und ungeschminkt:„Um geistliche Berufe beten kommt mir so vor, als würde ich vor dem vollen Fressnapf um Futter zwitschern.“ Mathilde Willburger, Linz
Der Domspatz, ja der Domspatzist mal ein Schatz und mal ein Fratz.Was er zwitschert, meistens stimmt, doch manchmal er auch wen ergrimmt. Ein Körnchen Wahrheit find’t er stets, er lebt davon, hat dran sei’ Hetz’.Doch fragt man sich: Hört auch wer ihn im hohen dunklen Dome drin? Ernst Koblmüller, Pucking
Der Katholischen Männerbewegung muss man beitreten, denn dort wird man nicht älter. Ich bin 15 Jahre Mitglied und noch immer einer der Jüngsten. Walter Weismann, PettenbachReichtum macht ein Herz schneller hart als kochendes Wasser ein Ei. Herta Gottschik, Frankenmarkt
Die heutigen Tetschen tun viel mehr weh als früher die gesunden Watsch’n. Frieda Katherl, Gmunden
Wenn wir über die Liebe Gottes soviel reden würden wie über die negativen Berichte der Medien, würde sich vieles zum Positiven verändern. Rosa Übermasser, Neumarkt i.M.
Großartige Menschen tauchen nie in den Medien auf – denn die sind anderweitig beschäftigt. Roswitha Feichtner, Oberneukirchen
Willst du ein Gauner sein musst du ein großer sein, denn die kleinen sperren sie alle ein. Alois Eder, Mitterkirchen
Ein Zungenbrecher: Sportplatz bleibt Sportplatzund Domspatz bleibt Domspatz. Alfred Schlögl, Ohlsdorf
Manche Geistliche waren schlechte Kartenspieler: Sie interessierten sich nur für Buben und gaben nichts zu. Rudolf Holzapfel, Wels
In zwei Ländern wäre es dringend nötig, dass ein Wind viel Staub wegbläst: In Island und im Vatikan. Renate Bachinger, Eberschwang