„Seit einiger Zeit haben wir wieder begonnen, Projekte zu planen“, sagte der lateinische Erzbischof von Bagdad, Jean Benjamin Sleiman bei einem Besuch in Linz. Klarer kann man die aktuelle Situation der Christen nicht beschreiben: Trotz aller Unsicherheit haben sie in ihrer Heimatstadt eine Zukunft und der Erzbischof will alles tun, damit die Christen darauf vertrauen können. „Wir dürfen nicht an der Vergangenheit hängen bleiben, auch wenn uns mehrere Anschläge wieder mit der harten Realität konfrontiert haben“, so der Erzbischof. Ordensfrauen haben begonnen, wieder Schulen zu eröffnen. „Investitionen in die Bildung schützen am besten gegen die Wellen von Fundamentalismus und Gewalt.“ Die lateinische Kirche betreibt in Bagdad auch zwei Spitäler und drei Waisenhäuser. Die Bewohner des Westens erinnert Sleiman, dass der Nahe Osten die Grenze Europas ist und Europa beeinflusst.