Zu viel spricht gegen das geplante Mega-Einkaufsdorf in Ort im Innkreis. In dieser Einschätzung sind sich die Obleute der Wirtschaftskammern des Innviertels einig: LAbg. Alfred Frauscher von Ried, Johann Froschauer von Schärding und Helmut Bogner von Braunau haben zur dritten, aber im wesentlichen unveränderten Einreichung des Projektes in einer Pressekonferenz Stellung bezogen. Das Einkaufsdorf soll auf 40.000 Quadratmetern entstehen. Das wäre vor allem eine Bedrohung für die gewachsenen Handelsstrukturen in der gesamten Region. Frauscher gibt auch zu bedenken, dass es vor allem die kleinen Betriebe träfe, Betriebe, die viele Lehrlinge ausbilden. 40.000 Quadratmeter sind etwa 15 Prozent der aktuellen Handelsgesamtfläche im Innviertel. Die Stadt Schärding hat nur knapp 18.000 Quadratmeter Handelsfläche. Studien gehen davon aus, dass Ried etwa 28 Prozent seiner Kaufkraft verlöre. Das hieße: Viele Leerflächen, verlorenes Flair, gefährdete Nahversorgung. Die Wirtschaftskämmerer sind sich einig: Es braucht keine Riesen-Einkaufszentren! Dass im Land bisher solche genehmigt wurden, sei kein gutes Argument Frauscher: „Man kann nicht sagen, jetzt haben wir schon soviele Fehler gemacht, machen wir halt noch einen.“