Südafrika liebt Fußball. Davon wird sich die Welt überzeugen können, wenn ab 11. Juni unzählige Kameras zuschauen, wie die 32 qualifizierten Mannschaften ihren „Fußballkönig“ ermitteln – in 64 Spielen.
Für die Übertragungsrechte haben Fernsehstationen gutes Geld an die FIFA überwiesen. Auch der ORF, der alle angebotenen Spiele überträgt. Südafrika liebt aber auch einiges andere und hat, wie der Kontinent überhaupt, auch einiges andere zu bieten. Was, das lassen ARD, ZDF, ARTE und Co entdecken, wenn sie in den nächsten Wochen das Land abseits der Stadien erkunden und dabei zahlreiche Abstecher in den Norden, den Osten und Westen des Kontinents machen – in den Kongo, nach Kenia und Tansania, Ruanda und Sansibar … Chöre haben ihren Auftritt beim „Cape Festival 2010“ (13. Juni, 19.15 Uhr), eine Veranstaltung, bei der sich Anfang März sechs schwarze, weiße, teils gemischte Chöre zum musikalischen Schlagabtausch trafen. ARTE war dabei. Eine halbe Stunde später (19.40 Uhr) begibt sich 3sat für die Reihe „Schätze der Welt, Erbe der Menschheit“ auf eine Reise durch die Parks der Drakensberge. „Unterwegs im Süden Afrikas“ heißt eine ARTE-Doku-Reihe, die in fünf Etappen (ab 14. Juni, 16.55 Uhr) durch Südafrika, Botswana und Namibia führt und dabei einiges vom Alltag der dort lebenden Menschen aufschnappt. Ist Südafrika seit dem Ende der Apartheid wirklich zu einem Vorzeigestaat auf dem afrikanischen Kontinent geworden? Dieser Frage geht ein ARTE-Themenabend am 15. Juni ab 20.15 Uhr nach. Am gleichen Tag (23.15 Uhr) startet der spannende ZDF-Zweiteiler „Afrikas Schätze“, der eindrucksvoll zeigt, wo der Reichtum Afrikas bleibt und wer davon profitiert. Neben atemberaubenden Naturschauplätzen und packenden Gesellschaftsdokumentationen fehlen auch nicht sehenswerte, anrührende, kraftvolle, preisgekrönte Filmgeschichten. „Yeelen – Das Licht“ (17. Juni, 20.15 Uhr) ist eine davon, „Bann der Hoffnung“ (23. Juni, 21.55 Uhr) und „Daratt“ (30. Juni, 22.00 Uhr) zwei andere, alle zu sehen auf ARTE.
Christiane Luftensteiner-Höllriegl, Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz