Dass in Österreich in den nächsten Jahren in vielen Bereichen gespart werden muss, um über die Runden zu kommen, ist relativ unbestritten. Ob dies bei den Lehrern, Bauern, Familien oder der Eisenbahn geschieht, wird heftig diskutiert und wird letzlich bloß dadurch entschieden, welche Partei für ihr Klientel am besten kämpfen kann. Vernunft muss hier nicht immer am Werk sein. Etwa bei den Förderungen, wenn Großgrundbesitzer und Industrielle viel mehr Geld kassieren als Kleinbauern und innovative Klein- und Mittelunternehmen. Vergessen darf man aber auch nicht auf Dinge, die man sich gänzlich hätte sparen können. Wie die Verschrottungsprämie, die einer veralteten Autoindustrie zum Zwischenhoch verhalf. In den nächsten Jahren wird das Geld fehlen, Elektroautos als umweltfreundliche Alternative zu fördern. Ärgerlich ist zudem, dass in Linz derzeit Lift um Lift zusätzlich an dreistöckige Genossenschaftshäuser nachgerüstet wird. Diese werden vom Land hoch subventioniert, sind im Betrieb teuer und bringen obendrein auch keine Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer. Wenigstens ergibt sich für die Hausbewohner die Möglichkeit die Bewegung gänzlich einzusparen. Und wiederum fehlt das Geld für sinnvollere Maßnahmen wie der Förderung von ökologischem Bauen.