Der 1950 geborene, pensionierte und passionierte Briefträger Helmut Auinger wurde am 2. Oktober in Peuerbach zum Ständigen Diakon geweiht. Noch heuer werden drei weitere Diakone geweiht, womit die Diözese Linz die Zahl 100 bei den Diakonen überschreitet.
„Es gibt viel Wertvolles, das nicht nach einer Kosten-Nutzen-Rechnung beurteilt werden kann. Das gilt ganz besonders für Seelsorgedienste“, schreibt Pfarrer Mag. Hans Padinger im jüngsten Peuerbacher Pfarrblatt, in dem er den Dienst des Diakons vorstellt. Padinger setzt fort: „Beim Dienen geht es hauptsächlich darum, dass das Wirken eines Menschen anderen zur Wohltat für Leib und Seele wird.“
Kirchlich engagiert. Wohltun im beschriebenen Sinn will nun Helmut Auinger in seiner Pfarre Peuerbach. Der Bischof beauftragte ihn dafür durch die Weihe zum Diakon. Auinger setzt damit in besonderer Weise fort, was er durch Jahrzehnte schon in ehrenamtlichen Diensten und Aufgaben für die Pfarre geleistet hat. „Ich habe diese Arbeit immer gerne getan“, sagt Helmut Auinger, der sich mit seiner Frau (wie es in der Diözese gut eingeführt ist) auf das Diakonat seit 2007 vorbereitet hat.
Cursillo als Impuls. Helmut Auinger stammt aus einer katholisch-praktizierenden Familie. Auch als er geheiratet hatte – Waltraud und Helmut Auinger haben fünf Kinder und vier Enkelkinder – war der sonntägliche Kirchgang selbstverständlich. Zum kirchlichen Mitarbeiten und Mitgestalten angestoßen wurde Auinger durch die Teilnahme am Cursillo. Dann hat er da und dort zugepackt, half als Mesner aus, engagierte sich im Pfarrgemeinderat, wurde Lektor und Kommunionhelfer, war bei der Organisation von Pfarrfesten dabei, arbeitete im Sozialauschuss der Pfarre mit.
Sozial engagiert. „Eine christliche Gemeinde ohne Diener ist wie ein Krankenhaus ohne Krankenschwester“. Das ist ein Spruch, der Helmut Auinger schon lange wichtig ist. „Der Diakon“, so schreibt Pfarrer Padinger im erwähnten Beitrag, „hilft der Kirche an erster Stelle, dass ihr karitatives und soziales Gesicht in der Gesellschaft sichtbar wird.“ Dazu hat Helmut Auinger schon bisher verholfen. Wenn er etwa Kranke in den Krankenhäusern besucht. Oder wenn er guten Kontakt zu den Bewohner/innen von St. Pius in Steegen pflegt.
Theolgische Vorbereitung. Am Anfang der Diakonatsentscheidung stand der Besuch theologischer Vorträge im Bildungshaus St. Franziskus in Ried. Einer der Referenten, Prof. Riedl, ermutigte ihn zum Theolgischen Fernkurs. Auinger lernte dort Leute kennen, die sich aufs Diakonat vorbereiteten. Doch selber traute er sich noch nicht drüber. Die Unterstützung und Ermutigung durch Pfarrer Padinger, die Unterstützung durch seine Frau Waltraud und das Klar-Werden-Können im Findungsseminar – neun Monate – waren schließlich ausschlaggebend für das Ja zum Diakonat.
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Diakonat
Diakon ist ein Ehrenamt, zu dem der Pfarrgemeinderat zustimmen muss. Nach dem Findungsseminar bereiten sich die künftigen Diakone drei Jahre auf ihren Dienst vor. Dazu kommen sie und ihre Frauen einmal im Monat nach Puchberg. Die Seminarinhalte sind vielfältig wie die Diakonatsaufgaben selber auch – Predigt, Soziales, Umwelt ...
Krankenhausbesuchsdienst, Assistenz bei Festen und Jubiläumsfeiern, Taufen, Begräbnisbegleitung, Caritas-Mitarbeit, Segnung von Gebäuden und Einrichtungen – immer in Abstimmung mit dem Pfarrer – werden nun Helmut Auingers Aufgaben sein.