In kaum einem Beziehungsratgeberfehlt das Kapitel über diepositive Wirkung von Hundenfür das „Anbandeln“. Vierbeinersind dafür geradezu ideal. Janoch mehr, Hundebesitzerselbst sind besonders interessanteMenschen, mit denen mansich gerne unterhält, ist immerwieder zu lesen. Das glaubt mannatürlich gerne und hofft, dassdas auch auf jene zutrifft, dienur ab und zu mit einem Hundspazieren gehen: Von Weitemschon winkt mir eine Frau mitHund, als sie mich kommensieht. Ich denke nach, was siefür ein Problem haben könnte,da ich unseren Hund Sindi ohnediesan der Leine führe. Gut,ich lasse sie bei Fuß gehen, dieFrau hört aber nicht zu winkenauf. Als ich näher komme, versteheich, was sie mit hoherStimme sagt: „Servus, servus,grüß dich, grüß dich.“ Ich musssie ziemlich verdutztangeschaut haben, weil sie sichbemüßigt fühlt, mir die Situationzu erklären: „Wissen Sie: Wirkennen uns“ – fieberhaft beginneich zu überlegen, mit wemich es zu tun haben könnte. Dalöst die Frau meine Verwirrungauf: „Ihr Hund, ich und meinHund. Wir kennen uns.“ Jetztbin ich erst recht verblüfft: Sieinteressiert sich für meinenHund mehr als für mich – inden Papierkorb mit denBüchern, die Hundebesitzer alsMenschen beschreiben, mit denenman sich gerne unterhält.