Ausgabe: 2010/44, Namenstag, Karl Borromäus, Karl, Queteschiner
03.11.2010
Carlo Borromeo (1538 bis 1584) setzte sich, bevor er Kardinal von Mailand wurde, als Berater seines Onkels, Papst Pius’ IV., für die Wiederaufnahme des Trienter Konzils ein. Sein Anliegen war die Reform und eine moralische Erneuerung der römisch-katholischen Kirche.
Während der Pest von Mailand in den Jahren 1576 bis 1578 rettete er durch die von ihm eingeleiteten Versorgungsmaßnahmen zahlreichen Menschen das Leben. Dadurch beschädigte er zwar nachhaltig seine eigene Gesundheit – er starb im Alter von nur 46 Jahren –, wurde aber vom Volk verehrt. Karl Borromäus war natürlich ein Sohn seiner Zeit. Dies war die beginnende Renaissance. Vorbild für heute ist er aber, da es auch heute wieder Kardinäle braucht, die sich für Reformen und moralische Erneuerung in der katholischen Kirche einsetzen. Seine Fürsorge in Zeiten der Pest interpretiere ich so, dass er sich heute für die Armutsbekämpfung stark machen würde.
Karl Queteschiner ist Mitarbeiter der Katholischen Arbeitnehmer/innen-Bewegung im Pastoralamt.