Laub rechen, Ernte in den Keller bringen, frostempfindliche Pflanzen ins Winterquartier übersiedeln, den letzten Fliegendreck von den Fenstern putzen, Trampolin wegräumen, Rosen in Reisig einpacken ...Die Liste ließe sich unendlich verlängern, kommt mir jedenfalls vor. So viel ist noch zu tun, bevor ich endlich bereit bin, auf den ersten Schnee zu warten. Die Zeit von Allerheiligen bis Weihnachten war für unsere Ahnen die Zeit der Visionen, so habe ich einmal gehört. Das ist ja eine tolle Vorstellung: Zeit dafür haben, Visionen zuentwickeln. Ist das der Grund, warum heutzutage so wenige MenschenVisionen haben, weil wir gar keine Zeit dafür haben? Haben die früher ihre Siebensachen schneller in die Häuser und Hütten gebracht? Wahrscheinlich war früher nicht so viel da, was eingewintert werden musste. So lange kann der Herbst gar nicht dauern, dass ich mit meinen Wintervorbereitungen fertig werde. Das geht mir schon seit Jahren so. Entweder der Rasen ist noch zu lang oder der Mist noch nicht auf den Beeten verteilt.Aber wenn der erste Schnee dann immer zu früh kommt, so ist er doch vor allem eines: sehr befreiend. So aufgeräumt und sauber würde ich das nie hinbringen.