- ai-Aktion „Immer, wenn wir an die vielen Menschen denken, die sich unser annehmen, gewinnen wir wieder Vertrauen und unsere Herzen füllen sich mit Freude“, bedankt sich Wu Xuewei, der Ehemann von Mao Hengfeng, bei amnesty international. Die chinesische Menschenrechtsaktivistin Mao Hengfeng ist im März 2010 zu 18 Monaten „Umerziehung durch Arbeit“ verurteilt worden, weil sie sich für Liu Xiaobo eingesetzt hat, der am 10. Dezember den Friedensnobelpreis bekommen hat. Seit 2004 wurde Mao Hengfeng wiederholt wegen ihrer Menschenrechts-arbeit inhaftiert und gefoltert. - Unterstützen Sie Mao Hengfeng und fordern Sie ihre Freiheit. Verschicken Sie noch bis 13. Dezember einen Appell auf http://www.amnesty.at/briefmarathon
- Biogarnele Der WWF (World Wide Fund for Nature) teilt mit, dass das Seafood Unternehmen Yuu’n Mee heuer im September als erstes österreichisches Unternehmen nach den Vorlagen der neuen EU-Bioverordnung zertifiziert worden ist. Mit der Einführung der Bio-Garnele aus biologischer Aquakultur und einer Kooperation mit dem WWF Österreich unterstützt Yuu’n Mee die Erhaltung einer der artenreichs-ten Meeresregionen weltweit.
- Fisch, aber welcher? Konsumenten sollten beim Fischkauf auf Art und Herkunft des Fisches achten, empfiehlt der WWF. 80 Prozent aller wirtschaftlich genutzten Bestände weltweit gelten als zu stark oder bis an ihre Grenzen befischt. Eine gute Wahl für umweltbewussten Fischgenuss seien zum Beispiel Hering und Seelachs aus dem Nordostatlantik, Dorsch aus der Ostsee sowie Fische aus Bio-Zucht. Dagegen, so der WWF, sollte man auf Rot-barsch, Goldbrasse und Pangasius lieber verzichten. Generell gilt: Fischprodukte mit dem blauen MSC-Gütesiegel sind für bewusste Konsumenten die richtige Wahl. Der WWF hat dazu einen Taschenratgeber herausgebracht. - www.wwf.at/meere
- Weiße Rose, Alexander Schmorell. Am 25. November wurde in der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität von der „Weiße-Rose“-Stiftung eine Sonderausstellung über Alexander Schmorell (1917–1943) eröffnet. Sie ist bis Ende 2011 zugängig und ergänzt die Dauerausstel-lung über die studentische NS-Widerstandsbewegung „Weiße Rose“. Schmorell spielte eine Schlüsselrolle bei den Aktionen gegen die Nazis. Im Sommer 1942 begannen er und Hans Scholl die Bevölkerung in Flugblättern zum passiven Wider-stand gegen das NS-Terrorregime aufzurufen. Schmorell wurde am 13. Juli 1943 in München-Stadelheim hingerichtet.
- Janusz Korczak. Unter dem Titel „Janusz Korczak – Kindern eine Stimme geben“ wird derzeit die Wanderausstellung über das NS-Opfer Janusz Korczak im Austrian Culture Forum in Warschau gezeigt. Der jüdische Arzt, Pädagoge, Waisenhaus-gründer und Kinderbuchautor Korczak wurde von den Nationalsozialisten im KZ Treblinka ermordet. Er hat im Warschauer Getto die ihm anvertrauten Waisenkinder nicht verlassen und sie in das Vernichtungslager Treblinka in den gemeinsamen Tod begleitet. Auch heutigen Kindern ist er durch seine Figur „der kleine König Macius“ vertraut.
- Künstler mit schwerer Behinderung. Im Eingangsbereich der Fördergruppen im Haus Mühle des Diakoniewerks in Gallneukirchen steht eine Weihnachtskrippe. Eric Lebreton und seine Kolleginnen haben sie gemeinsam mit den in der Fördergruppe 4 betreuten Menschen mit schwerer Behinderung angefertigt. Am 20. Dezember wird sie im Mitelpunkt einer gemeinsamen Adventfeier stehen.
Ausschreibungen
- Exsultet, Osternacht. Das Dominikanerhaus in Steyr als Ort des Dialogs zwischen Kunst und Kirche schreibt das auf die Osternacht bezogene Kunst-Projekt „Exsultet“ aus. Ziel ist, sich langfristig als überregionale Veranstaltungsreihe mit Kunst auf hohem Niveau zu etablieren. Inhaltliche Einschränkungen gibt es nicht. Alle künstlerischen Medien sind zugelassen (Installation, Bilder, Objekte, Klanginstallationen ...). Durchführungszeitraum ist heuer vom 17. bis 24. April. - www.treffpunkt-dominikanerhaus.at- Künstlerinnen mit Linz-Bezug. Bis 28. Februar können Künstlerinnen und Künstlerinnenkollektive mit Linz-Bezug Arbeiten zum neu gestifteten Gabriele-Heidecker-Preis einreichen: Büro der GRÜNEN Linz, Altstadt 22a, 4020 Linz, E-Mail: linz@gruene.at. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
- Energie-Star 2011. Das Land OÖ lädt Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden, Vereine, öffentliche und private Einrichtungen, Schulen etc. ein, realisierte Energiespar- und Ökoenergieprojekte für den Preis „Energie-Star 2011“ einzureichen. Einreichschluss ist der 14. Jänner 2011. - www.energiestar.at- Papst-Leo-Preise. Die Papst-Leo-Stiftung vergibt 2011, im 120. Jahr nach der Ver-öffentlichung von „Rerum novarum“, wieder zwei Preise für besondere Verdienste um die Katholische Soziallehre. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 1.800 Euro dotiert. Initiativen können sich bis 31. Dezember 2010 beim Kuratorium der Stiftung bewerben. - Papst-Leo-Stiftung, 3100 St. Pölten, Klostergasse 15, Tel. 02742/324-33 77www.kaboe.at/st-poelten
- Südwind. „Mit uns für eine gerechtere Welt“ heißt ein Lehrgang, den Südwind OÖ in Kooperation mit dem Bildungshaus Schloss Puchberg ausschreibt. Das Katholische Bildungswerk ist Mitveranstalter. Der Lehrgang soll zu grenzübergreifender Solidarität beitragen. Grundvoraussetzung dazu ist die Haltung: Alle können voneinander lernen, ungeachtet der Herkunft, des Geschlechts, der Religion und der Hautfarbe. Der Lehrgang wird in fünf dreitägigen Modulen angeboten. Start ist mit „Meine Welt. Unsere Welt“ vom 22. bis 24. März 2011. Außer Modul 3 (16. bis 18. Juni in Berlin) finden alle Teile in Puchberg statt. Letzter Termin ist von 8. bis 10. November 2011. - Info: Hans Riedler, Tel. 0650/271 09 38.
h4>MenschenrechtspreisDer 10. Dezember ist der Jahrestag der Deklaration der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen. Zu diesem Datum verleiht das Land OÖ den Menschenrechtspreis. Die Preisträger/in des Jahres 2010 sind Anneliese Ratzenböck und der Verein migrare (siehe Seite 5). Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer sagte in seiner Würdigungs-Rede: „Anneliese Ratzenböck gibt mit ihrer Lebenseinstellung, ihrer Menschenliebe und ihrem tief religiösen Glauben sozial schwächeren Mitmen-schen eine Stimme.“ Ratzenböcks besonderes Engagement, lange Jahre mit ihrer Funktion als Landesobfrau der Goldhaubenfrauen verbunden, begann 1976 mit dem Einsatz für das Caritas-Kinderdorf St. Isidor. Sie wirkte an der Gründung der Lebenshilfe mit, übernahm den Vorsitz im Kuratorium der MS-Gesellschaft, setzte sich für krebskranke Kinder ein und ist seit 1992 bei den Caritas-Erholungsaktionen für die „Tschernobylkinder“ engagiert. Seit 1997 ist Aneliese Ratzenböck Obfrau der „Freunde der Caritas Oberösterreich“. Dieses Forum unterstützt die Arbeit der Caritas OÖ jährlich für ein inländisches und ein ausländisches Projekt. Bisher wurden 16 ausländische und 13 inländische Projekte gefördert.
Menschenrechte
Mit der Übernahme der UN-Menschenrechtserklärung in seine Verfassung habe Österreich auch Verpflichtungen übernommen, aktiv für ihre Einhaltung einzutreten, betonte der Vorsitzende von SOS-Menschenrechte, Gunther Trübswasser. „Leider hat sich Österreich zu einem ängstlichen Flüchtlingsabwehrland entwickelt“, meint Trübswasser. Er fordert: „Menschen, die sich in Österreich eine neue Heimat finden mussten, weil sie geflüchtet waren, und sich gut integriert haben, dürfen nicht länger abgeschoben werden. Das gebieten Menschenrechte und die humanitäre Tradition Österreichs.“