Der Name klingt gut. Ich mag ihn. Am Fest der Erscheinung des Herrn erzählt das Evangelium von Magiern, die zum neugeborenen König der Juden kommen. Sie bringen Gaben (Gold, Weihrauch, Myrrhe) und kehren als Beschenkte heim in ihr Land. Die Geschichte macht aus ihnen die Heiligen Drei Könige, die seit dem 9. Jahrhundert die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar tragen. Sie stehen für Lebensalter oder verschiedene Rassen. Ihre Ausstattung wechselt nach Zeit und Land. Balthasar wird in den Ostalpen gern als Balthauser verhei-matlicht. Das erklärt den Rufnamen „Hauser“. Wenig wissen wir von der Lebensgeschichte. Man könnte Chris-toph Lichtenberg zustimmen: „Die geschnitzten Heiligen haben in der Welt mehr ausgerichtet als die lebendigen.“ Die Wirkgeschichte geht weiter, wo Menschen wie die Magier die Zeichen der Zeit deuten, dem Stern folgen, unterwegs bleiben, Gott suchen und den Menschen finden.
Prälat Balthasar Sieberer ist Seelsorgeamtsleiter in der Erzdiözese Salzburg