Viel Fleisch ist ja leider schlecht fürs Herz, Leber und was sonst noch alles. Und unökologisch ist es obendrein auch; Stichwort: Miese Klimabilanz. So eine ungesunde und böse Familie wollen wir natürlich nicht sein. Das bedeutet bei uns zu Hause drei Mal pro Woche einen fleischlosen Tag. Pädagogisch gesprochen heißt das „ein gutes Vorbild abge-ben“. Naja. Woanders kann man sich mit dem neuen, gesünderen Lebensstil vielleicht auf die Schulter klopfen. Zu Hause begeben sich Mama und Papa mit Kürbisauflauf und vegetarischem Linseneintopf auf ein Minenfeld. Wenn der zweijährige Sohn ein paar Mal „Nein“ gebrüllt hat und dicke Tränen die Wangen herunterkullern und er die Luft anhält beim Bitzeln und wenn er dann auch noch den Teller herunterwirft und auf dem Eintopf herumhüpft, dann weißt du: a) wahrscheinlich ist das die Trotzphase, und b) die eineinhalb Stunden Essen zubereiten in der Küche waren eine eher undankbare Arbeit. Es folgen Verhandlungen, deren Ergebnis das Prädikat „pädagogisch wertvoll“ nicht verdienen. Wenn er aufisst, darf er seine Lieblingsfolge auf DVD anschauen, ein Milchflascherl trinken und ein Stück Schokolade essen. Aber was soll’s. Wie überall gilt auch hier bei der gesunden Ernährung: Man darf’s nicht übertreiben.