Meine Stiefel sind einem eisigen Ausrutscher zum Opfer gefallen. Schade, denke ich, und mache mich ahnungslos daran, ein Schuhgeschäft aufzusuchen. Im Februar sollte der Kauf von einem Paar ordentlicher Stiefel ja rasch erledigt sein. Ich staune allerdings nicht schlecht, als ich schon beim Eingang die ersten sommerlichen Flip-Flops entdecke und mich bis ans hinterste Ende des Geschäftes durchkämpfen muss, um den kläglichen Rest an Winterschuhen und Stiefeln zu entdecken. Ich beschließe, bei dieser Auswahl den Kauf auf die nächste Saison zu verschieben! Wenig später ein Déjà-vu-Erlebnis im Sportgeschäft. Wer denkt, noch rasch vor den Semesterferien eine Auswahl an Schischuhen vorzufinden, der irrt nämlich. Der Verkäufer lächelt mit Bedauern. Dafür hätte ich aber schon die erste Bademode probieren können. Aber wer will das schon, winterlich blass und mit eindeutigen Spuren von Faschingskrapfen auf der Hüfte? Endgültig verliere ich den Glauben an den Kalender dann im Supermarkt: Erdbeeren, groß und rot, als würden sie sich dafür schämen, schon jetzt im Regal zu stehen. Eigentlich sollten sie das auch oder zumindest die, die dafür verantwortlich sind. Lang wird es ja nicht mehr dauern, dann gesellt sich der Schoko-Osterhase dazu! Habe ich ein verklärtes Bild von meiner Jugend, oder war das damals wirklich anders?