Meine Eltern ließen mich auf den Namen Romana taufen, weil mein Vater Roman hieß. In unserer Familie hatten Namenstage den gleichen Stellenwert wie ein Geburtstag. Diese Tradition habe ich in meiner eigenen Familie weitergeführt. Meine Namenspatronin, die Heilige Romana, lebte als Einsiedlerin. Geboren wurde sie im Dritten Jahrhundert in Italien. Während der Verfolgung unter Kaiser Diokletian floh sie auf den Monte Soracte. Auf diesem einsamen Berg nördlich von Rom soll sie von Papst Silvester I. getauft worden sein. Dann zog sie sich in eine einsame Höhle zurück, wo sie bis zu ihrem Tode lebte. Im Gegensatz zu meiner Namenspatronin könnte ich mir nicht vorstellen, als Einsiedlerin zu leben. Durch meinen Beruf als Pfarrsekretärin wird mir der offene Umgang mit den Menschen ermöglicht. Es erfüllt meinen Alltag, wenn ich über die großen und kleinen Herausforderungen des Lebens plaudern kann.
Romana Etzelstorfer ist Pfarrsekretärin in der Pfarre Wartberg ob der Aist.